"Magellan" – ein neues Wundtherapiekonzept am LKH Rohrbach
Patienten mit Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, PAVK, chronisch venöser Insuffizienz etc. leiden häufig an chronischen Wunden wie zum Beispiel einem ulcus cruris oder an einer schlechten bis fehlenden Wundheilung nach akuten Verletzungen. Zur Behandlung dieser Patienten bietet sich mit Magellan ein völlig neues Therapiekonzept, das nun im LKH Rohrbach erfolgreich angewendet wird.
Mit Hilfe des „Magellan Platelet Separators” wird individuell aus Patientenblut autologes Thrombin und PRP (= plateled rich plasma) hergestellt, das in Gelform mit einem Applikator auf die Wunde aufgebracht wird. Durch das im Gel enthaltene Thrombin wird einerseits eine lokale Hämostase erzielt, andererseits lässt sich durch die im PRP angereicherten thrombozytären Wachstumsfaktoren – wie dem PDGF (= plateled derived growth factor) u. a. eine optimale Stimulation der Wundheilung erzielen. Die hohe Leukocytenzahl im PRP bietet zudem einen mikrobiziden Effekt.
Erste Erfolge
Die bis dato vorliegende wissenschaftliche Dokumentation und die klinischen Erfahrungen im Landes-Krankenhaus Rohrbach bestätigen die schmerzfreie Behandlung bisher konservativ häufig therapierefrakrärer Wundsituationen durch eine evident verbesserte Wundheilungstendenz bei reduzierter Wundinfekthäufigkeit. „An unserer Abteilung haben wir die Methode bislang bei PatientInnen eingesetzt, bei denen keine chirurgische Interventionsmöglichkeit bestand oder andere Therapieformen nicht den gewünschten Erfolg brachten. Die vom Anbieter bereitgestellte technische Ausrüstung und das logistische Abwicklungsschema erwiesen sich als praxistauglich. Die Ergebnisse weiterer Anwendungen bei entsprechender Indikationsstellung machen aus derzeitiger Sicht eine Etablierung der Therapieform wahrscheinlich”, skizziert Prim. Dr. Franz Furtmüller, Leiter der Abteilung für Chirurgie am Landes-Krankenhaus Rohrbach.
Wundheilungsstörung fünf Wochen nach Unterschenkeltrauma bei Diabetes mellitus und unter Steroiddauertherapie. |
 Status 34 Tage nach Gelanwendung. |