Geschlechtkrankheiten werden auch noch als STD (Sexually Transmitted Diseases) bezeichnet, was übersetzt sexuell übertragbare Krankheiten bedeutet. Die Geschlechtskrankheiten sind weltweit im Ansteigen. Gründe dafür gibt es mehrere, wie zum Beispiel das häufigere Wechseln der Sexualpartner und, dass durchschnittlich immer weniger Kondome benützt werden. Sexuell übertragbare Krankheiten sind Infektionen, die durch sexuellen Kontakt von einer Person auf eine andere weiter gegeben werden. Diese Krankheiten werden von verschiedenen Erregern wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht.
Hier finden Sie die wichtigsten Geschlechtskrankheiten aufgelistet:
AIDS
Aids zählt zu den gefährlichsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Aids wird durch das HI-Virus (Humanes Immunschwäche Virus) ausgelöst. Das Virus befindet sich in allen Körperflüssigkeiten ist jedoch besonders hoch konzentriert in Sperma und Blut enthalten. Die Übertragung kann durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (besonders bei wechselnden Partnern, sexueller Kontakt mit Risikogruppen), gemeinsamen Verwenden von Injektionsnadeln, Bluttransfusionen erfolgen.
Übertragung:
Die HI-Viren sind in Blut, Samenflüssigkeit, Vaginalsekret, Muttermilch und in sehr geringer Konzentration auch in Urin und Speichel enthalten. Die Infektionsgefahr ist vor allem von der Viruskonzentration des Sekrets abhängig. HIV/Aids ist nicht heilbar. Je früher jedoch die Diagnose gestellt wird, umso besser sind die Ärzte in der Lage, zu helfen. Es gibt heutzutage effektive Medikamente, die die Lebensqualität verbessern und auch die Lebenserwartung verlängern. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden Einschränkung der körperlichen Abwehrkräfte. Dadurch können sonst harmlose Krankheitserreger schwere bis tödliche Infektionen auslösen.
Schutzmaßnahmen:
Wichtigster Schutz vor Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist die Verwendung eines Kondoms. Alle AIDS-Hilfen (Steirische AIDS-Hilfe, AIDS-Hilfe Oberösterreich, Tirol, Kärnten, Salzburg, Vorarlberg und Wien) bieten einen anonymen und kostenlosen HIV-Antikörpertest an!
Tripper
Gonorrhoe wird umgangssprachlich auch als Tripper bezeichnet und ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird.
Tripper befällt Schleimhaut des Urogenitaltraktes und kann sich auf die Prostata, die Nebenhoden, den Gebärmutterhals, die Gebärmutter, den Eileiter, das Bauchfell und die Augenbindehaut ausdehnen. Dieser Keim kann bei Frauen zu aufsteigenden Infektionen führen und dadurch kann er zu Unfruchtbarkeit führen. Typisch für den Tripper ist der gelblich weiße Ausfluss aus Gebärmutterhals oder Penis.
In bis zu 70 % der Fälle bemerken die infizierten Frauen ihre Erkrankung nicht. Unter Umständen hält die Infektion so lange an, dass es zu einem chronischen Leiden kommt. Therapeutisch werden Antibiotika verschrieben und eine Partnertherapie angeordnet. Nach Abschluss der Therapie muss eine Kontrolle durchgeführt werden.
Übertragung:
Das Bakterium wird bei allen Arten des Geschlechtsverkehrs übertragen, d. h. sowohl vaginaler als auch oraler oder analer Sex kann die Erkrankung übertragen. Der beste Schutz vor einer Gonorrhoe ist das Verwenden eines Kondoms.
Herpes genitalis
Herpes genitalis wird in der Regel durch das das Herpessimplex-Virus 1+2 ausgelöst. Die Beschwerden sind Juckreiz, Schmerzen, Bläschen im Bereich der Schamlippen, Scheide und des Penis, Müdigkeit, Schwäche und Fieber (ähnlich wie bei Fieberblasen)
Es gibt keine Heilung für Herpes genitalis. Die Viren überdauern in den Nervenknoten (Nervenganglien). Bei guter Körperabwehr wird das Auftreten von Symptomen unterdrückt, bei schlechter Körperabwehr kann es zu Infektionsrückfällen kommen.
Syphilis
Syphilis ist eine Infektion, die durch bestimmte Bakterien verursacht wird. In den letzten Jahren wird sie wieder vermehrt beobachtet. Nach der Erstinfektion verbreiten sich die Erreger über die Blutbahn im gesamten Körper. Syphilis wird mit Penicillin behandelt.
Chlamydien
Der Erreger dieser Krankheit wird als Chlamydia trachomatis. Chlamydien Infektionen sind sehr häufig vor allem bei jungen Mädchen/Frauen. Es kommt zu einer Entzündung der Eierstöcke und Eileiter, diese können verkleben und dann kann man unfruchtbar werden.
Übertragung:
Chlamydien werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Der beste Schutz vor einer Chlamydien-Infektion ist daher das Verwenden eines Kondoms.
Symptome & Behandlung:
Bei der Frau treten of keine typischen Beschwerden auf. Jedoch kann es zu einem schleimig-eitrigen Ausfluss, Brennen beim Harnlassen oder Unterleibsschmerzen kommen.
Auch beim Mann gibt es oft keine Beschwerden, gelegentlich treten Hodenschmerzen oder Brennen beim Harnlassen auf.
Die Therapie kann aber nur erfolgreich sein, wenn beide Sexualpartner behandelt werden.
Unbedingt sollte man in dieser Situation einen Arzt aufsuchen und anschließend die Therapie konsequent durchführen!